Heute glauben viele, dass das Bedienen einer Tastatur bereits den Vorgang des Schreibens darstellt.
Das ist ein noch größerer Irrtum, als die weit verbreitete Überzeugung, das Tragen eines Kopfes beinhalte bereits den Vorgang des Denkens.
Montag, 13. September 2010
Donnerstag, 7. Januar 2010
Bonmot
In der Jugend profitiert man von seinen Fähigkeiten, im Alter von seinen Möglichkeiten.
Montag, 4. Januar 2010
Das Schweigen der Marken
Bei Dienstleistungsmarken, vor allem in der Touristik, ist eine alte Unsitte ist wieder in Mode gekommen, von der jeder weiß, dass sie äußerst schädlich ist: Das Verbuchen von Marketingbudgets zur Ergebnisverbesserung. Die Entwicklung scheint den Tätern recht zu geben: Die Verkäufe ziehen wieder an, obwohl am Marketing gespart wird. „Es also doch ohne das teure Werbegeld, ich habe es ja schon immer gesagt, ein gutes Produkt verkauft sich von allein.“ Tatsächlich aber schadet die Einsparung der Markenbekanntheit und kreiert ein hausgemachtes Problem, das genau dann die Umsätze herunter regelt, wenn eigentlich alles wieder im Lot sein sollte.
Wer in der Krise spart, ist der Verlierer von morgen.
Wer in der Krise spart, ist der Verlierer von morgen.
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Wenn China unter die Haut geht.
Dass elektronische Geräte ohne chinesische Bauteile nicht mehr denkbar sind, ist weder neu, noch besonders aufregend. Sie sind dadurch schön preiswert, und wir können uns Geräte leisten, auf die wir sonst vielleicht verzichtet hätten.
Wer in jüngster Zeit für ein paar Tage im Krankenhaus und in der Lage war, neugierig zu sein, entdeckt ein weiteres Feld der fleißigen Exportnation: Kanülen, Schläuche, Tupfer, Pflaster, Spritzenkolben – was immer um das Krankenbett herumsteht oder bei der Laborvisite zur Anwendung kommt: made in China.
Lassen wir den historischen Kontext und die politischen Implikationen einmal beiseite, die einem sofort zur Entschuldigung einfallen: Wir können uns den hohen Standard unseres Gesundheitswesens und unsere zunehmende Lebensdauer nur leisten, weil Menschen in einem anderen Teil der Welt auf beides verzichten.
Zählen wir einmal zusammen, wie viel Dinge, mit denen wir uns umgeben, die unser Leben komfortabler machen, die uns Spaß und Freude bringen, die uns helfen, mit denen wir spielen usw., die wir uns nur leisten können, weil sie so preiswert sind, kommen wir um die Erkenntnis nicht herum, dass unser Wohlstand nur geliehen ist.
Wenn eines nicht fernen Tages das Lohnniveau weltweit angeglichen sein wird, können wir all’ das wieder selbst herstellen, made in Germany. Nur das dann auch zu kaufen, das werden wir uns nicht leisten können.
Wer in jüngster Zeit für ein paar Tage im Krankenhaus und in der Lage war, neugierig zu sein, entdeckt ein weiteres Feld der fleißigen Exportnation: Kanülen, Schläuche, Tupfer, Pflaster, Spritzenkolben – was immer um das Krankenbett herumsteht oder bei der Laborvisite zur Anwendung kommt: made in China.
Lassen wir den historischen Kontext und die politischen Implikationen einmal beiseite, die einem sofort zur Entschuldigung einfallen: Wir können uns den hohen Standard unseres Gesundheitswesens und unsere zunehmende Lebensdauer nur leisten, weil Menschen in einem anderen Teil der Welt auf beides verzichten.
Zählen wir einmal zusammen, wie viel Dinge, mit denen wir uns umgeben, die unser Leben komfortabler machen, die uns Spaß und Freude bringen, die uns helfen, mit denen wir spielen usw., die wir uns nur leisten können, weil sie so preiswert sind, kommen wir um die Erkenntnis nicht herum, dass unser Wohlstand nur geliehen ist.
Wenn eines nicht fernen Tages das Lohnniveau weltweit angeglichen sein wird, können wir all’ das wieder selbst herstellen, made in Germany. Nur das dann auch zu kaufen, das werden wir uns nicht leisten können.
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Montag, 22. Juni 2009
Paradoxon
Erfahrung ist etwas sehr Ambivalentes: Man achtet sie erst, wenn man sie hat.
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Freitag, 8. Mai 2009
Der Wahrheit ins Auge blicken
Wenn Jean-Remy von Matt "die Wirklichkeit der aktuellen Werbung ...ernüchternd ..." findet, ist das nett an der Wirklichkeit vorbei formuliert. Das tatsächliche Drama ist der radikale Bedeutungsverlust des Marketings an sich und damit der Agenturen. Wir werden den Rang von "kreativen Beratern" nicht mehr erlangen, bestenfalls werden wir zu Moderatoren zwischen den Markt-Akteuren befördert, um als kreative Mediatoren zwischen den digital Fordernden und den Anbietern eine Verständnisebene zu befördern.
Donnerstag, 7. Mai 2009
Hin- und her gerissen
Wenn es eine Formulierung gibt, die die ganze Verlogenheit der pc auf den Punkt bringt, dann ist es die vom "mit in den Tod reißen". Soll im Klartext heißen: Ein Attentäter ermordet X Menschen und bringt sich dabei selber um. Alles andere ist Mord an Sprache und Moral.
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